Montag, 6. Oktober 2014

Mein neues Bento-Set

Dieses Wochenende war ich fleissig am Einkaufen :-) Dabei habe ich mir meinen langersehnten Wunsch erfüllt und mir ein brandneues Bento-Set zugetan.

Bento-Box, Sandwich-Pressen, Behälter für Festes und Flüssiges,
Katzen-Stecker und das Furoshiki
Natürlich musste ich das Neugekaufte auch sofort ausprobieren.

Sonntag, 5. Oktober 2014

Convocation Ceremony

Am Samstagmorgen fand die Convocation Ceremony der Doshisha Universität statt. Zwei langweilige Stunden, für die man sich herausputzen musste. Dieser Anlass war allein für die neuen Austauschstudenten (etwa 200) und war vollgestopft mit Reden vom Schuldirektor sowie anderen hochstehenden Positionen. Die Ansprachen wurden zuerst in Japanisch und danach in Englisch vorgetragen. Mit anderen Worten mir wurde wieder einmal vor Augen geführt, wie schlecht das Englisch von Japanern war, selbst in hohen Positionen.

Der grösste Schock war allerdings die enorme Präsenz des Christentums. Zurückzuführen ist dies auf den Gründer Joseph Hardy Neesima, der 200 Jahre zuvor in Amerika zum Christentum übergetreten ist. Mir war zwar bewusst, dass die Doshisha Universität religiös veranlagt war, schliesslich haben wir eine Kirche und eine Kapelle auf dem Schulgelände, Ich wurde trotzdem ziemlich überrumpelt...

Zu Beginn wurden wir von einem japanischen Pfarrer begrüsst. Dieser segnete uns und begann Psalme zu verlesen. Auch das normale Programm war gespickt mit christlichen Anspielungen und ich weiss nicht, wann ich das letzte Mal so viel das Wort "Amen" vernommen habe. Schlussendlich hatte ich mehr das Gefühl in einem Gottesdienst zu sitzen, als an einem universitären Anlass. Merkwürdig.

Liebe Grüsse von der überraschten und verwirrten Studentin

Danke für die Kommentare

Wir alle in der besten Kleidung, die wir mitgebracht haben.



Freitag, 3. Oktober 2014

Die erste Schulwoche: Tag 3 :-)

Kitamura Azuko, meine Lehrerin für den Freitag. Wohnt in Kobe und verbringt täglich 320 Minuten im Zug nach Kyoto und zurück. Sie ist bis jetzt die jüngste Lehrerin und spricht relativ gut englisch (Der Kurs ist trotzdem rein japanisch). Ihr Unterrichtsstil ist nicht sehr interaktiv. Allerdings folgt sie nicht nur stur dem Lernplan, sondern beredet mit uns auch aktuelle Themen wie den Ontake-Vulkanausbruch und den herannahenden Taifun :-)

Für uns Studenten ist besonders die Stärke des Taifuns von Interesse, da dies entscheidet, ob wir den Montag freibekommen. Anders als die Amerikaner in meiner Klasse fände ich den Ausfall nicht wünschenswert. Den Taifun aber schon ;-)

Mehr zum Thema Ontake-Vulkanausbruch hier

Liebe Grüsse von der strebsamen Studentin

Danke für die Kommentare

Mittagessen im Japanischen Restaurant

Nach dem heutigen Unterricht traf ich mich mit Serafina zum Essen. Wir gingen in ein kleines japanisches Restaurant in der Nähe von der Teramachi-Einkaufsstrasse. Serafina hatte dieses Lokal vorgeschlagen, weil man dort auch vegetarische Speisen zu günstigen Preisen bestellen konnte. Für Vegetarier ein wahres Paradies.

Das Interieur des Lokals war typisch japanisch. Für mich Europäer etwas vollkommen Neues. Wie im Izakaya mussten wir am Eingang die Schuhe ausziehen. Danach kamen wir in den kleinen Speiseraum und nahmen an etwas ähnlichem wie einer Theke Platz. Von dort aus konnten wir sehr gut die Köche bei der Zubereitung der Gerichte beobachten. Sehr spannend!!



Eingangsbereich des Restaurants
Das Essen war toll! Es bestand aus 9 kleinen Schüsseln mit verschiedenen Gerichten, zusätzlich bekam man noch Reis und Miso-Suppe. Am liebsten mochte ich das Tempura, die Kartoffeln und die Auberginen. Selbst der Kürbis war sehr fein. Einzig Mühe hatte ich mit den Pilzen, aber dank Getränk konnte ich auch diese runterbringen :) Insgesamt bezahlten wir etwa 10 Fr. für das Menü. In der Schweiz wären es locker 50 Fr. gewesen. Ein hoch auf japanisches (vegetarisches) Essen und auf Serafina, die mir Lokaltipps gibt.

Reihe oben: Tempura, Frittierte Kartoffeln, Desser mit süsser Bohnenmousse
Mittlere Reihe: Reis, Tofu mit Chabis, ???, Salat aus Algen und Bohnen
Rheie unten: Kürbis, Aubergine, Pilze
Liebe Grüsse von der vollgefressenen Studentin aus Kyoto

Danke für die Kommentare :-)

Donnerstag, 2. Oktober 2014

Die erste Schulwoche: Tag 2 :-)

Heute lernte ich meine Level-Koordinatorin und Lehrerin für den Donnerstag kennen, Takagishi Masako-san. Ihr Unterricht geht sehr zügig voran. Aber durch Hilfsbereitschaft und gelegentlichen "BiiiinBooon" -Ausrufe (wenn man etwas richtig geraten hatte) bringt sie etwas Witz in die monotonen Lektionen.

Die Hausaufgaben für die japanisch Kurse sind nicht zu unterschätzen. Täglich bekommen wir neue Kanjis und japanische Wörter zum Lernen auf. Und als wäre das nicht genug, gibt es mehrere grammatikalische Übungsblätter dazu. Mit anderen Worten selbst ein freier Nachmittag wird nie so frei sein, wie man denkt. Im Moment ist der Lernstoff relativ simpel, somit ist der tägliche zeitliche Aufwand noch nicht so gross. Doch in einem Monat wird es schon sehr viel anders aussehen. ByeBye Freizeit...

Neben dem Unterricht gingen wir mit Takagishi-Sensei auch die Einrichtungen für selbstständiges Lernen besichtigen. Alles voller Hightech, wie man von den Japaner erwartet :-)

Auch wenn es nach Firmenräumen aussieht, all diese Anlagen werden nur von Studenten genutzt.
Konferenzraum.

Übungsräume für Präsentationen/Reden

Jaja... Universitäten sind im japanischen Sinne auch Firmen.

Laptops zum Auslehnen

Sehr futuristisch gestaltet
Liebe Grüsse aus Kyoto

Danke für die Kommentare :-)

Happy Birthday Serafina!!

Am ersten Oktober feierte eine Freundin von mir Geburtstag. Das Essen und die Stimmung war toll!
Hier ein paar kleine Eindrücke :)


Shrimps im Knoblauchöl :) Lecker!

Serafinas Geburtstagskuchen. Mit viel Liebe von Charlie und Selina zubereitet.

Geburtstagsgemeinschaft :) Und natürlich alle am Wein trinken

Süss... 
Liebe Grüsse aus Kyoto ;-)

Danke für die Kommentare

Mittwoch, 1. Oktober 2014

Die erste Schulwoche: Tag 1 :-)

Vor dem ersten Schultag ist man immer nervös. Man will nicht verschlafen und quält sich mit der Frage, wie es wohl sein wird. Das ist auch der Grund, warum man die Nacht davor nie gut schläft. Zu viele Gedanken und Sorgen.

Ich hatte heute von 9.00 Uhr bis 12.00 Uhr Unterricht. Die Lehrerin, Nakamura-Sensei, ist eine quirlige ältere Japanerin, die ihren Unterricht verständlich und einfach gestaltet. Sie wird uns immer am Mittwoch unterrichten. Hauptsächlich im Lesen japanischer Texte :) 

Meine Klasse besteht aus 7 Personen. Zwei von ihnen, eine Französin und eine Finnin, lernte ich bereits etwas näher kennen. Die Klasse ist zwar klein, macht aber einen tollen Eindruck. Wir werden sicher viel Spass miteinander haben.

Liebe Grüsse aus Kyoto :-) 

Danke für die Kommentare

In diesem Klassenzimmer werde ich mein erstes Semester verbringen. Vor der Tafel steht Nakamura-Sensei.

Die Finnin Ilona. Macht gerade ihren Master in Geologie und Chemie.

Erstes Mittagessen in der Mensa: Tamagoyaki, Süsse Kartoffeln, Udon-Suppe und Green Tea.