Sonntag, 14. September 2014

Mein Fahrrad!!

Hab mir am Freitag ein Fahrrad gekauft! Tadaaaaa :)

Tolle Farbe, tolles Fahrgefühl und nur 11.000Yen. Bei Rückgabe bekomme ich 4.000Yen zurück. Perfekt!

Donnerstag, 11. September 2014

Izakaya, Scheine und Einkaufszentren

Mein erstes Mal in einem traditionellen japanischen Restaurant war einerseits sehr kompliziert, andererseits unterhaltsam und interessant. Nachdem ich meinen gestrigen Beitrag ins Internet gestellt habe, wurde ich von einer Mitstudentin zum Essen mit ihren japanischen Bekannten eingeladen. Wir trafen sie nach langem Suchen am Kyotoer Bahnhof. Nachdem wir uns gegenseitig vorgestellt hatten, gingen wir in ein Izakaya, dass sich in der Nähe des Bahnhofes befand. Am Anfang war das Restaurant sehr befremdlich. Man musste zum Beispiel die Schuhe ausziehen und sass in einem mit Schiebetüren abgeschlossenen Raum. Die Speisekarte war auf japanisch, aber dank Bildern konnte man halbwegs erkennen um was es sich bei den Speisen handelte.
Als Vegetarier hat man es in Japan schwer. Es gibt nur wenige fleischlose Gerichte und die Japaner scheinen überhaupt nicht zu verstehen, was ein Vegetarier ist. Ayumi und Haruma waren regelrecht schockiert, dass ich weder Fisch, Fleisch noch Geflügel esse und fragten mich die ganze Zeit über meine Gründe und schweizerische Essgewohnheiten aus. Ich habe nun  das Gefühl, dass sie die Schweiz als ein Land einschätzen, indem man keine Tiere isst. Scheinbar war es auch lustig, wie ich mit den Stäbchen gegessen haben, da die beiden manchmal heftig gelacht.
Wieder im Wohnheim angekommen, ging ich sofort schlafen. Obwohl das Bett hart war, schlief ich wie ein Stein. Dafür habe ich jetzt einen schmerzenden Nacken und Rücken. Aua...

Vor dem Eingang des Shimagone-Schreins.
Innerhalb des Shimogame-Schreins: Platz für Shinto-Zeremonien
Der nächste Tag (heute). Es war gerade mal halb zehn, da brach ich zusammen mir Maru und Leene Richtung Shimogame auf. In dieser Gegend gab es ein Shindo-Schrein-Gelände, auf dem sich 3 verschiedene Schreine befanden. Weder der Shimogame- noch der Kawai-Schrein gehören zu diesen touristischen Orten, daher konnten wir in aller Ruhe die Bauten und die Landschaft geniessen. Wir probierten sogar einige der shintoistischen Rituale wie das Rinsen und das Beten aus :)
PS: weiter unten kommt nochmals ein Textabschnitt.

Maru bei der Rinsung (Reinigungsritual)
Leene
Tori: Das Tor des Gottes

Schrein Anlage

Bach zum Schrein

Die Götterbrücke (nicht zum hinübergehen gedacht)

Brunnen für das Reinigungsritual
Sake für die Götter
Kamisama: Ein Baum in dem ein Gott haust

Kawai-Schrein

Gesichtertafeln: Man malt sein Gesicht auf eine Holztafel

Heute war der Tag an dem ich zum ersten Mal eine Shopping Tour in Japan gemacht habe. Kleider habe ich keine gekauft, dafür viele andere Dinge wie Hausschuhe, eine Tasse, kleine Schreibbüchlein oder ein längeres LAN-Kabel (war dingend von Nöten). Bei dieser Tour hatten wir Hilfe von der Japanerin Yuki, die uns gestern zu unserem Wohnheim gebracht hat. Ohne sie wären wir wahrscheinlich nicht so weit gekommen. Es ist wirklich schwierig, etwas zu kaufen, wenn man nicht wirklich weiss um was es sich dabei handelt. Beim Kaufen von Esswaren gab es dieses Problem auch, wenigstens konnte die Optik helfen. Mit Leene zusammen habe ich einen 5kg Reissack gekauft, so sind wir für das nächste Halbjahr sicher versorgt ;)

PS: Herzlichen Dank für Eure Kommentare. (I freu mi mega drüber!)

Süssigkeiten

50 Sorten Tofu... welches ist das Beste?!

Meine neuen Hausschuhe

Bunte kleine Schreibbüchlein (Die Schrift ist von mir)

Mittwoch, 10. September 2014

Reise und Ankunft im Casa Kitayama

Seitdem ich im Februar die Zusage für Japan erhielt, habe ich auf diesen Moment gewartet: Die Abreise. Als es aber am 9. September endlich soweit war, wollte ich gar nicht mehr weg aus der Schweiz. Typisches Lampenfieber, würden die meisten sagen. Dennoch liess ich mich von meinem Freund und meiner Schwester an den Zürcher Flughafen bringen. Die Fahrt war nicht einfach, die Tränen liefen mir im Strom über die Wangen und wegen der Nervosität konnte ich praktisch nichts essen. Am Zürcher Flughafen angekommen, mussten wir zuerst meine Schwester suchen oder besser gesagt, sie musste uns suchen. Wir parkierten in verschiedenen Parkings. Der Check-In und die Kofferaufgabe waren allerdings schnell erledigt. Die noch verbliebene Zeit verbrachten wir im Starbucks, dabei hatte keiner von uns auch nur etwas zu trinken gekauft. Ich weinte praktisch die ganze Zeit. Der Abschied war schön, aber unendlich traurig.
Ich habe mir immer und immer wieder die Frage gestellt, warum tust du das eigentlich? Warum gehst du nach Japan? Dieses Gefühl habe ich jetzt manchmal noch, obwohl ich bereits in Japan bin.

Die lustige Studentencrew mit der ich nach Kyoto gereist bin.
Ich hatte keinen Direktflug nach Osaka International. Ich musste zuerst nach Helsinki und dann ging es weiter nach Osaka. Wie bereits in Basel, habe ich auch in Helsinki meine Zeit entweder mit weinen oder telefonieren verbracht. Ich habe sehr sehr viel und sehr sehr lange geweint. Ein Wunder, dass meine Augen noch ihre Originalgrösse haben.
Der Flug von Helsinki nach Osaka ging 9 Stunden und war, ausser dem Geheule sowie den darauffolgenden Kopfschmerzen, sehr angenehm. Ich sah mir Filme an und hörte Musik. Ich habe es sogar geschafft zwei Stunden zu schlafen. 
Ich hatte panische Angst vor der Ankunft in Osaka. Was wenn ich irgendetwas falsch mache? Was wenn ich den Zug nicht finde? Frau Mori nicht anrufen kann oder der Pick-Up mich vergisst? Schlussendlich ging es viel einfacher als gedacht. Beim Einreisen in Japan traf ich auf sechs weitere Personen, die einen Austausch an der Doshisha University machen. Eine davon war aus meinem Wohnheim, dem Casa Kitayama. Zusammen wurschtelten wir uns durch den Flughafen, kauften die Tickets nach Kyoto  und wurden von verschiedenen Freiwilligen abgeholt. Der Name meiner "Reiseführerin" war Yuuki-san. Mit Ihrer Hilfe fanden Lenee und ich problemlos das Casa Kitayama, wo uns die Hausmutter gleich ins Wohnheim einführte. Dabei lernten wir Maru kennen, wie wir lebt sie für das nächste Jahr im Casa Kitayama.

Erstes Bild in Kyoto: Lenee und ich vor dem Kyo-Tower
Nachdem wir zu dritt in einem Konbini Besorgungen gemacht haben, hatte ich erstmals wieder Zeit für mich alleine. Dies nutzte ich, um mich einzurichten. Mein Zimmer liegt im 3. Stock und hat die Raumnummer 305. Es ist relativ klein, dafür aber sauber. Leider hat es nicht sehr viel Stauraum, weder für meine Köffer noch meine Kleider. Neben einem Bett, einem Pult, einer Stehlampe und einem kleinen Bücherregal, haben wir auch einen RIESIGEN (!) Kühlschrank im Zimmer. Wofür wir allerdings einen so grossen brauchen ist mir ein Rätsel?
Mit Lenee und Maru habe ich den Pakt geschlossen, dass wir nur Japanisch miteinander reden. Erst jetzt merke ich, auf was für einem schlechten Niveau ich bin. Beide sind um ein vielfaches besser als ich und dabei hatte ich nur ein halbes Jahr weniger Unterricht.

Mein kleines Zimmer mit riesigem Kühlschrank.

Heute Abend werde ich es ruhig angehen lassen. Ein bisschen lesen und im Internet surfen, Früh schlafen gehen, damit ich morgen für eine Kyoto-Besichtigungstour wieder fit bin.
Liebe Grüsse aus dem Casa Kitayama!!

Gänge

Aussenansicht

Badzimmer

Treppenhaus
Eingang

Gemeinsame Küche

Mittwoch, 27. August 2014

Italien :) 3. Station Rom

Für Rom hatten wir 3 Tage eingeplant. Wir besichtigten zwei ganze Tage die Stadt und ihre Sehenswürdigkeiten. Den letzten Tag nutzen wir wieder, um an den Strand zu gehen, der leider nicht der Schönste war.
In Rom wurden wir vom Glück und vom Pech verfolgt. Glück, weil wir scheinbar oft zur richtigen Zeit am richtigen Ort waren. Pech, weil wir vieles nicht richtig besichtigen konnten. Zum Beispiel waren der Trevi Brunnen (und andere) in Metall und Plastik gehüllt, da er renoviert werden musste. Auch das Kolosseum wurde zum Teil renoviert.
Die Sehenswürdigkeiten Roms sind gut in einem Tag machbar, solange man so masochristisch veranlagt ist wie wir. 10 Stunden waren wir auf den Beinen und haben einen Ort nach dem anderen besucht. Danach schliefen wir wie Steine.
Zum Übernachten gingen wir ins Hostel Yellow. Am Bahnhof gelegen, sehr sauber und es gibt eine tolle Bar. Einziger Nachteil: Es hat keine Küche.
So und das war unsere spannende und witzige Italienreise.

Kolosseum
Trevi Brunnen
Pantheon
Roman Forum



Dienstag, 19. August 2014

Italien :) 2. Station Sorrento

An unserem letzten Tag in Neapel gönnten wir uns eine Pause für unsere schmerzenden Füsse. Wir fuhren mit dem Zug nach Sorrento, ein idyllisches Städtchen direkt am Meer. Begleitet wurden wir von der Südkoreanerin Jieun, die wir im Hostel Bella Capri kennengelernt haben. Falls ihr jemals nach Neapel geht, würde ich euch übrigens dieses Hostel empfehlen. Es ist günstig, relativ sauber, hat einen tollen Aufenthaltsraum und eine gute Lage.
Aber gehen wir weiter im Text. Zu den Vorzügen Sorrentos gehören seine Strände. Leider sind es meist Privatstrände, die Eintritt verlangen. Es lohnt sich trotzdem. Wir besuchten einen "Strand", der direkt unter den Klippen lag. Einen Strand im eigentlichen Sinne gab es eigentlich nicht, sondern Stege. Die Aussicht war toll und das Wasser wunderbar klar.
Wir verbrachten praktisch den ganzen Tag an der Sonne und im Meer. Negativ für mich, da ich einen bösen Sonnenbrand bekam (Ihr dürft mich Krebschen nennen). Positiv für meine Schwestern, die jetzt noch mehr Bräune haben als vorher.

Bella Capri - Meine Schwester im Aufenthaltsraum
Strand in Sorrento



Italien :) 1. Station Neapel

Sommer, Sonne und wunderschöne Strände.
Ruinen, schmerzende Füsse und ein riesiger Sonnenbrand.
Neapel, Sorrento und Rom.

Letzte Woche war ich mit meinen Schwestern in Italien. Wir hatten eine tolle Zeit und immer so hervorragendes Wetter (über 30 Grad und wolkenlos), dass wir beinahe um Frost und Regen gebettelt haben. Nur wenn ich daran denke, bekomme ich schon wieder Schweißausbrüche.
Wie ihr vielleicht erraten konntet, begann unsere Reise in Neapel (mit 7 Stunden Verspätung... FLUGZEUGAUSFALL!). Als Stadt ist Neapel nichts besonderes, aber ihre Umgebung macht etwas her. Pomepei und Vesuv. Ein absolutes Muss für jeden, der etwas Sinn für Geschichte hat oder einen schönen Ausblick genießen will. 


Krater des Vesuvs
Vesuv - Blick auf Neapel 
Pompei - Die verschüttete Stadt

Geheimtipp: Die Unterwelt von Neapel. Geht nur mit Führung und kostet circa 10 Euro. Ist aber absolut lohnenswert! 
Geheimtipp 2: Pizza :-) Man muss nur die richtige Pizzeria finden :-P


Unterwelt von Neapel -  Eine der zahlreichen Hählen

Unterwelt von Neapel -  Eine der gefluteten Hählen