Mittwoch, 10. September 2014

Reise und Ankunft im Casa Kitayama

Seitdem ich im Februar die Zusage für Japan erhielt, habe ich auf diesen Moment gewartet: Die Abreise. Als es aber am 9. September endlich soweit war, wollte ich gar nicht mehr weg aus der Schweiz. Typisches Lampenfieber, würden die meisten sagen. Dennoch liess ich mich von meinem Freund und meiner Schwester an den Zürcher Flughafen bringen. Die Fahrt war nicht einfach, die Tränen liefen mir im Strom über die Wangen und wegen der Nervosität konnte ich praktisch nichts essen. Am Zürcher Flughafen angekommen, mussten wir zuerst meine Schwester suchen oder besser gesagt, sie musste uns suchen. Wir parkierten in verschiedenen Parkings. Der Check-In und die Kofferaufgabe waren allerdings schnell erledigt. Die noch verbliebene Zeit verbrachten wir im Starbucks, dabei hatte keiner von uns auch nur etwas zu trinken gekauft. Ich weinte praktisch die ganze Zeit. Der Abschied war schön, aber unendlich traurig.
Ich habe mir immer und immer wieder die Frage gestellt, warum tust du das eigentlich? Warum gehst du nach Japan? Dieses Gefühl habe ich jetzt manchmal noch, obwohl ich bereits in Japan bin.

Die lustige Studentencrew mit der ich nach Kyoto gereist bin.
Ich hatte keinen Direktflug nach Osaka International. Ich musste zuerst nach Helsinki und dann ging es weiter nach Osaka. Wie bereits in Basel, habe ich auch in Helsinki meine Zeit entweder mit weinen oder telefonieren verbracht. Ich habe sehr sehr viel und sehr sehr lange geweint. Ein Wunder, dass meine Augen noch ihre Originalgrösse haben.
Der Flug von Helsinki nach Osaka ging 9 Stunden und war, ausser dem Geheule sowie den darauffolgenden Kopfschmerzen, sehr angenehm. Ich sah mir Filme an und hörte Musik. Ich habe es sogar geschafft zwei Stunden zu schlafen. 
Ich hatte panische Angst vor der Ankunft in Osaka. Was wenn ich irgendetwas falsch mache? Was wenn ich den Zug nicht finde? Frau Mori nicht anrufen kann oder der Pick-Up mich vergisst? Schlussendlich ging es viel einfacher als gedacht. Beim Einreisen in Japan traf ich auf sechs weitere Personen, die einen Austausch an der Doshisha University machen. Eine davon war aus meinem Wohnheim, dem Casa Kitayama. Zusammen wurschtelten wir uns durch den Flughafen, kauften die Tickets nach Kyoto  und wurden von verschiedenen Freiwilligen abgeholt. Der Name meiner "Reiseführerin" war Yuuki-san. Mit Ihrer Hilfe fanden Lenee und ich problemlos das Casa Kitayama, wo uns die Hausmutter gleich ins Wohnheim einführte. Dabei lernten wir Maru kennen, wie wir lebt sie für das nächste Jahr im Casa Kitayama.

Erstes Bild in Kyoto: Lenee und ich vor dem Kyo-Tower
Nachdem wir zu dritt in einem Konbini Besorgungen gemacht haben, hatte ich erstmals wieder Zeit für mich alleine. Dies nutzte ich, um mich einzurichten. Mein Zimmer liegt im 3. Stock und hat die Raumnummer 305. Es ist relativ klein, dafür aber sauber. Leider hat es nicht sehr viel Stauraum, weder für meine Köffer noch meine Kleider. Neben einem Bett, einem Pult, einer Stehlampe und einem kleinen Bücherregal, haben wir auch einen RIESIGEN (!) Kühlschrank im Zimmer. Wofür wir allerdings einen so grossen brauchen ist mir ein Rätsel?
Mit Lenee und Maru habe ich den Pakt geschlossen, dass wir nur Japanisch miteinander reden. Erst jetzt merke ich, auf was für einem schlechten Niveau ich bin. Beide sind um ein vielfaches besser als ich und dabei hatte ich nur ein halbes Jahr weniger Unterricht.

Mein kleines Zimmer mit riesigem Kühlschrank.

Heute Abend werde ich es ruhig angehen lassen. Ein bisschen lesen und im Internet surfen, Früh schlafen gehen, damit ich morgen für eine Kyoto-Besichtigungstour wieder fit bin.
Liebe Grüsse aus dem Casa Kitayama!!

Gänge

Aussenansicht

Badzimmer

Treppenhaus
Eingang

Gemeinsame Küche

Mittwoch, 27. August 2014

Italien :) 3. Station Rom

Für Rom hatten wir 3 Tage eingeplant. Wir besichtigten zwei ganze Tage die Stadt und ihre Sehenswürdigkeiten. Den letzten Tag nutzen wir wieder, um an den Strand zu gehen, der leider nicht der Schönste war.
In Rom wurden wir vom Glück und vom Pech verfolgt. Glück, weil wir scheinbar oft zur richtigen Zeit am richtigen Ort waren. Pech, weil wir vieles nicht richtig besichtigen konnten. Zum Beispiel waren der Trevi Brunnen (und andere) in Metall und Plastik gehüllt, da er renoviert werden musste. Auch das Kolosseum wurde zum Teil renoviert.
Die Sehenswürdigkeiten Roms sind gut in einem Tag machbar, solange man so masochristisch veranlagt ist wie wir. 10 Stunden waren wir auf den Beinen und haben einen Ort nach dem anderen besucht. Danach schliefen wir wie Steine.
Zum Übernachten gingen wir ins Hostel Yellow. Am Bahnhof gelegen, sehr sauber und es gibt eine tolle Bar. Einziger Nachteil: Es hat keine Küche.
So und das war unsere spannende und witzige Italienreise.

Kolosseum
Trevi Brunnen
Pantheon
Roman Forum



Dienstag, 19. August 2014

Italien :) 2. Station Sorrento

An unserem letzten Tag in Neapel gönnten wir uns eine Pause für unsere schmerzenden Füsse. Wir fuhren mit dem Zug nach Sorrento, ein idyllisches Städtchen direkt am Meer. Begleitet wurden wir von der Südkoreanerin Jieun, die wir im Hostel Bella Capri kennengelernt haben. Falls ihr jemals nach Neapel geht, würde ich euch übrigens dieses Hostel empfehlen. Es ist günstig, relativ sauber, hat einen tollen Aufenthaltsraum und eine gute Lage.
Aber gehen wir weiter im Text. Zu den Vorzügen Sorrentos gehören seine Strände. Leider sind es meist Privatstrände, die Eintritt verlangen. Es lohnt sich trotzdem. Wir besuchten einen "Strand", der direkt unter den Klippen lag. Einen Strand im eigentlichen Sinne gab es eigentlich nicht, sondern Stege. Die Aussicht war toll und das Wasser wunderbar klar.
Wir verbrachten praktisch den ganzen Tag an der Sonne und im Meer. Negativ für mich, da ich einen bösen Sonnenbrand bekam (Ihr dürft mich Krebschen nennen). Positiv für meine Schwestern, die jetzt noch mehr Bräune haben als vorher.

Bella Capri - Meine Schwester im Aufenthaltsraum
Strand in Sorrento



Italien :) 1. Station Neapel

Sommer, Sonne und wunderschöne Strände.
Ruinen, schmerzende Füsse und ein riesiger Sonnenbrand.
Neapel, Sorrento und Rom.

Letzte Woche war ich mit meinen Schwestern in Italien. Wir hatten eine tolle Zeit und immer so hervorragendes Wetter (über 30 Grad und wolkenlos), dass wir beinahe um Frost und Regen gebettelt haben. Nur wenn ich daran denke, bekomme ich schon wieder Schweißausbrüche.
Wie ihr vielleicht erraten konntet, begann unsere Reise in Neapel (mit 7 Stunden Verspätung... FLUGZEUGAUSFALL!). Als Stadt ist Neapel nichts besonderes, aber ihre Umgebung macht etwas her. Pomepei und Vesuv. Ein absolutes Muss für jeden, der etwas Sinn für Geschichte hat oder einen schönen Ausblick genießen will. 


Krater des Vesuvs
Vesuv - Blick auf Neapel 
Pompei - Die verschüttete Stadt

Geheimtipp: Die Unterwelt von Neapel. Geht nur mit Führung und kostet circa 10 Euro. Ist aber absolut lohnenswert! 
Geheimtipp 2: Pizza :-) Man muss nur die richtige Pizzeria finden :-P


Unterwelt von Neapel -  Eine der zahlreichen Hählen

Unterwelt von Neapel -  Eine der gefluteten Hählen


Donnerstag, 31. Juli 2014

Wohnhaus

Nach langen Warten habe ich endlich die restlichen Unterlagen für meinen Austausch bekommen. Nun kann ich auf dem japanischen Konsulat das Visum beantragen und meiner neuer Lieblingsaufgabe nachgehen, dem Papierkram.
Leider hatte ich ein bisschen Pech in der "Wohnhauslotterie". Meine Favoriten sind scheinbar bereits ausgebucht und ich wurde dem "Abklatsch" zugeteilt. Was mich aber nicht davon abgehalten hat, gleich wie ein Stalker auf Google Maps das Haus auszuspionieren (Und ja, ich schäme mich für meine Stalkertendenzen ;-).
Übrigens sollte ich wirklich damit aufhören, immer gleich den Teufel an die Wand zu malen. Das Wohnhaus macht einen wundervollen Eindruck. Das Beste ist jedoch die Umgebung, denn es liegt nahe am Stadtrand mit Aussicht auf die Berge und gerade angrenzend befindet sich ein grosser Park. Natur für mich kleines Bauernmädchen. Vielleicht kann ich ja auch noch auf Kühe und Schafe hoffen ;-p

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Samstag, 26. Juli 2014

Die Zeit wird knapp...

Agnes Opel - Riverside. Ein melancholisches Lied, aber es passt zu meiner Stimmung. Ich fühle mich wirr. Einerseits ist da die Vorfreude, andererseits eine grosse Angst und Traurigkeit. Jetzt so kurz vor der Abreise (1 1/2 Monate) merke ich immer mehr, was ich alles zurücklasse. Partner, Familie und Freunde. Man fängt sich an zu fragen, was sich alles verändern wird. Was wird man verlieren? Unsicherheit und Zweifel machen sich in mir breit.

Die Zeit vergeht. Langsam, aber stetig. Ich habe nicht einmal mehr zwei Monate, bevor ich in das Flugzeug Richtung Osaka (Japan) steige und von dort nach Kyoto komme. Meinen neuen Wohnort. Mein Abenteuer.

Montag, 21. Juli 2014

Ich DRÜCKEBERGER :-/

Vor drei Wochen habe ich endlich meinen Flug gebucht. Damit kann ich einen weiteren Punkt auf meiner To-Do-Liste abgehaken. Einen von hundert. Es gibt so viel zu tun, so viel vorzubereiten. Universität, Versicherung, Wohnung, Formalitäten, Repetition, Abschiedsparty usw. usf.  Stress pur ;-). Naja... wer hat auch gesagt, dass ich alles auf den letzten Drücker machen soll. Wie man so schön sagt: SELBST SCHULD, BAKA!